31.08.2017

Brand- und Explosionsschutz an Entstaubungsanlagen

Neue Richtlinie VDI 2263 Blatt 6 gibt Herstellern und Betreibern Hinweise zu
Risikobeurteilungen und Schutzmaßnahmen

In Entstaubungsanlagen werden in vielen Fällen brennbare oder zersetzungsfähige
Produkte verarbeitet. Je nach verwendetem Produkt und Art des Verfahrens können
Brände und/oder Explosionen durch Entzündung von Staub/Luft-Gemischen oder
hybriden Gemischen sowie durch Zersetzungsreaktionen entstehen. Die neue
erschienene Richtlinie VDI 2263 Blatt 6 beschreibt den Stand der Technik im
Sinne der Legaldefinition des § 3 Abs. 6 des Bundes-Immissionsschutzgesetz
(BImSchG) in Verbindung mit dem Anhang zu § 3 Abs. 6 BImSchG sowie des § 3 Abs.
10 der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV).

Die Richtlinie dient bei Maßnahmen des Explosionsschutzes bei
Entstaubungsanlagen, in denen bei bestimmungsgemäßer Verwendung brennbare
Staub/Luft-Gemische, Dampf/Luft-Gemische oder hybride Gemische vorhanden sind
oder entstehen können. Maßnahmen zur Vermeidung von Bränden und Explosionen
sind bereits bei der Planung von Anlagen zu berücksichtigen. Die VDI 2263 Blatt
6 gibt sowohl den Herstellern als auch gesondert den Betreibern Hinweise zur
Durchführung von Risikobeurteilungen und von Schutzmaßnahmen.

Herausgeber der Richtlinie VDI 2263 Blatt 6 "Staubbrände und Staubexplosionen;
Gefahren - Beurteilung - Schutzmaßnahmen - Brand- und Explosionsschutz an
Entstaubungsanlagen" ist die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU). Die
Richtlinie ist ab August 2017 zum Preis von EUR 150,80 beim Beuth Verlag (+49
30 2601-2260) erhältlich. VDI-Mitglieder erhalten 10 Prozent Preisvorteil bei
allen VDI-Richtlinien.

Weitere Informationen


AplusA-online.de - Quelle: Verein Deutscher Ingenieure - VDI