20.11.2014

BG ETEM startet eine Kampagne für junge Berufstätige

Ein Unfall ändert alles. Du bestimmst das Risiko.

BG ETEM startet eine Kampagne für junge Berufstätige. Videoclips und eine
Microsite mit Chatstreams sollen dabei helfen, Jugendliche für Risiken zu
sensibilisieren. Erlaubt ist, was der jungen Zielgruppe gefällt. Hauptsache,
ohne erhobenen Zeigefinger.

Mehr als 13.000 meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle von jungen
Berufstätigen  bis 25 Jahren verzeichnete die BG ETEM für das Jahr 2013. Das
sind fast 20 Prozent aller meldepflichtigen Unfälle. Die Jugendlichen waren
mindestens drei Tage arbeitsunfähig. Zwölf Jugendliche verunglückten tödlich
und hinterlassen Eltern, Verwandte und Freunde. "Jugendliche sind im Beruf und
in der Freizeit besonders gefährdet", erläutert Dr. Jens Jühling,
Präventionsleiter der BG ETEM, "weil sie oft eine hohe Risikobereitschaft
besitzen. Ihnen fehlt die Routine, und sie können Gefahren noch nicht richtig
einschätzen."

Dieser Erkenntnis folgt die Kampagne "Ein Unfall ändert alles" der BG ETEM. "Du
bestimmst das Risiko" ist deshalb eine der zentralen Aussagen der Kampagne. Zu
finden ist sie auf Postkarten und Plakaten, die unter anderem an Berufsschulen
und in Unternehmen verteilt werden. Ziel der Printmedien ist es, die
Jugendlichen auf die Internetseite www.ein-unfall-ändert-alles.de zu locken.
Dazu dienen auch kurze Videoclips, die an die Ästhetik von YouTube- oder
Facebook-Videos erinnern und zunächst an die Welt der Zielgruppe anknüpfen. In
einem Film springen Freerunner durch das nächtliche Frankfurt, ein anderes Mal
berichten junge Video-Bloggerinnen von einer Party. Die Brücke zur Arbeitswelt
schlagen die Filme erst kurz vor Schluss mit einer geschickten Überblendung in
eine Lagerhalle und ein Büro.

Chats und Interviews

Auch die Internetseite der Kampagne nimmt Rücksicht auf die
Kommunikationsgewohnheiten der Jugendlichen. "Jugendliche chatten gerne via
Smartphone mit ihren Freunden", weiß Holger Zingsheim, Leiter Kommunikation der
BG ETEM. Auf der Internetseite werden solche Chats zwischen Jugendlichen
nachgezeichnet. In den Chats geht es zunächst um Partys, DVD schauen und andere
Freizeitvergnügen. Ein Unfall ändert die Gespräche abrupt. "Die Jugendlichen
erleben mit", so Zingsheim, "wie sich ein Unfall auf das Leben auswirken kann."
Dieses Erlebnis kann man durch Interviews mit tatsächlichen Unfallopfern
vertiefen. "Die Äußerungen der Unfallopfer sind aus dem Leben gegriffen. Sie
sind eindrücklich und berührend", meint Holger Zingsheim.

Zur Internetseite der Kampagne


AplusA-online.de - Quelle: BG ETEM