05/03/2014

Atypische Beschäftigung ist geschlechtspezifisch

Zwar sind beide arbeitenden Geschlechter von prekären
Beschäftigungsverhältnissen betroffen, aber Statistiken decken deutliche
Unterschiede bei Mann und Frau auf. So sind 71 Prozent der in Zeitarbeit
Beschäftigten Männer, während Teilzeitarbeit mit einem Anteil von 86 Prozent
von den Frauen dominiert wird. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht "Sicherheit
und Gesundheit bei der Arbeit" (SuGA) der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
Arbeitsmedizin (BAuA), den die BAuA jährlich im Auftrag des Bundesministeriums
für Arbeit und Soziales (BMAS) erstellt. Der Bericht gibt einen statistischen
Überblick über die Arbeitswelt, die Arbeitsbedingungen und den Arbeits- und
Gesundheitsschutz.

Schwerpunkt des SuGA-Berichts 2012 ist die "Atypische Beschäftigung". Dazu
zählen Teilzeit-Beschäftigte mit maximal 20 Wochenstunden, geringfügig und
befristet Beschäftigte sowie Zeitarbeitnehmer - auch Solo-Selbständige und
Schichtdienstarbeitende. Dass die atypische Erwerbstätigengruppe ein wichtiger
Bestandteil der Arbeitswelt ist, zeigen die Zahlen: Von etwa 40 Millionen
Erwerbstätigen in Deutschland sind rund 36 Millionen den Kernerwerbstätigen
zuzuordnen - das heißt Erwerbstätige zwischen 15 und 64 Jahren, die sich nicht
in Bildung, Ausbildung oder im Wehr- oder Freiwilligendienst befinden. Von den
Kernerwerbstätigen ist wiederum mehr als ein Fünftel atypisch beschäftigt, also
acht Millionen. Im Jahr 2012 arbeiteten fünf Millionen Kernerwerbstätige in
Teilzeit bis zu 20 Stunden pro Woche. 86 Prozent davon waren weiblich. Der
Anteil der teilzeitbeschäftigten Männer nimmt mit dem Alter deutlich zu und ist
in der Altersgruppe "55 bis 64" Jahre weit überrepräsentiert - 31 Prozent zu 18
Prozent der kernerwerbstätigen Männer.


Weitere Informationen


AplusA-online.de - Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)