18/10/2017

Arbeitsschutz: Voll ins Risiko - DEKRA Umfrage durch forsa zum Arbeits- und Gesundheitsschutz

Bei vier von zehn Beschäftigten hält man im Betrieb die Sicherheit nicht für so
wichtig. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten repräsentativen Umfrage im
Auftrag der DEKRA unter 1000 Beschäftigen. Viele Firmen unternehmen nach
Angaben der Mitarbeiter noch immer zu wenig für Sicherheit und Gesundheit am
Arbeitsplatz.

In der Umfrage geben 41 Prozent der befragten Beschäftigten an, dass
Führungskräfte oder Mitarbeiter in ihrem Betrieb Sicherheitsregeln und
Vorschriften nicht oder nicht immer einhalten. Die repräsentative Befragung
wurde vom Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von DEKRA im Vorfeld der
Arbeitsschutzmesse A+A 2017 in Düsseldorf, die vom 17. bis 20. Oktober 2017
stattfindet, unter 1.000 Beschäftigten zwischen 18 und 65 Jahren erhoben.

Auch mit regelmäßigen Sicherheitsunterweisungen - eigentlich gesetzlich
vorgeschrieben - wird oft nachlässig umgegangen. So gaben zwar rund zwei
Drittel der Beschäftigten (67 Prozent) an, dass es in ihrer Firma regelmäßige
Arbeitsschutz-Schulungen und -Informationen gibt. In einem Drittel der Betriebe
gibt es aber Sicherheitsunterweisungen nur beim Eintritt ins Unternehmen (17
Prozent) oder gar nicht (15 Prozent). Nach Ansicht von DEKRA Experten ist dies
ein Zeichen für eine insgesamt mangelhafte Sicherheits- und Führungskultur.

Immerhin sechs von zehn Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, zusätzliche
Angebote ihres Arbeitgebers für den Gesundheitsschutz zu nutzen: 33 Prozent der
Arbeitnehmer geben beispielsweise an, dass es in ihrem Betrieb eine
gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung gibt. Bei 28 Prozent gibt es
Kooperationen mit Sport- oder Fitnessstudios, bei 26 Prozent Entspannungskurse,
Stressmanagement oder Massagen und bei 24 Prozent Rückenkurse oder Walking (mit
Mehrfachnennungen). In 39 Prozent der Firmen gibt es nach Angaben der
Beschäftigten keine derartigen Angebote.
Bei der Art der Belastung am Arbeitsplatz zeigt sich ein zweigeteiltes Bild: So
leiden laut der DEKRA Umfrage deutlich mehr Befragte unter psychischer als
unter körperlicher Belastung. 79 Prozent der Befragten bezeichnen die
psychische Belastung am Arbeitsplatz als "eher hoch" (52 Prozent) oder "sehr
hoch" (27 Prozent). Die körperliche Belastung bezeichnen nur 41 Prozent als
"eher hoch" (31 Prozent) oder "sehr hoch" (10 Prozent).

Die Ausnahme: Arbeiter bezeichnen im Gegensatz zu Angestellten und Beamten zu
78 Prozent die körperliche Belastung nach wie vor als "sehr hoch" oder "eher
hoch". Dies unterstreicht die nach wie vor große Bedeutung von Ergonomie und
Arbeitshilfen für körperlich belastende Tätigkeiten, beobachten die
Arbeitsschutzexperten von DEKRA.

Die Expertenorganisation DEKRA präsentiert ihre Dienstleistungen auf der Messe
für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit A+A vom 17. bis 20. Oktober 2017 in
Düsseldorf. DEKRA zeigt Lösungen für Arbeitssicherheit und Betriebliches
Gesundheitsmanagement, Trainings- und Schulungen, Arbeits- und
Verkehrsmedizin, Services rund um Schad- und Gefahrstoffe sowie Konzepte für
eine durchgängige Unternehmens- und Führungsskultur.

DEKRA auf der A+A 2017
Halle 10/ Stand C50

AplusA-online.de - Quelle: DEKRA