Arbeiten im Ausland – Worauf ist zu achten?

Im Zuge der Globalisierung expandieren viele Unternehmen ins Ausland und setzen ihre Mitarbeiter vor Ort ein. Aber wie verhält es sich dort mit dem Arbeits- und Unfallschutz? Die Unternehmen müssen vor allem wissen, was zur Sicherstellung der arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung zu beachten ist – sowohl vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt.

So gilt es zum Beispiel besondere Umstände zu beachten, wenn Malaria oder andere regional verbreitete Krankheiten ins Spiel kommen. Ferner ist es wichtig, zu wissen, unter welches System der sozialen Sicherheit die im Ausland tätigen Arbeitnehmer fallen und auf welche Weise, in welchem Umfang und von wem sie im Bedarfsfall bei Arbeitsunfall/Berufskrankheit ärztlich versorgt werden können.

Zu diesem Thema haben wir im Folgenden einige Infos, Tipps und Anleitungen zusammengestellt.


Online Artikel: Arbeitsschutz weltweit
Im Zuge der Globalisierung kommt dem internationalen Arbeitsschutz eine immer größere Bedeutung zu. Helmut Ehnes, Präventionsleiter der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), fordert eine globale Präventionskultur mit länderübergreifenden Sicherheitsstandards. Mehr zum Thema erfahren Sie in einem Online-Artikel der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV.
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Download-Broschüre: Gesetzliche Unfallversicherung bei Entsendung ins Ausland
Bei der Vorbereitung und Durchführung von Tätigkeiten im Ausland ist für Unternehmen vor allem wichtig: Was ist zur Sicherstellung der arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung zu beachten? Unter welches System der sozialen Sicherheit fallen die im Ausland tätigen Arbeitnehmer? Wie und von wem werden sie im Bedarfsfall ärztlich versorgt? Das Merkblatt "Gesetzliche Unfallversicherung bei Entsendung ins Ausland" gibt Unternehmen und Beschäftigten Hilfestellungen und Antworten.
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Donload-Flyer: Gut beraten ins Ausland
Europa wächst zusammen. Gerade in Grenzregionen eröffnet diese Entwicklung auch kleinen und mittelständischen Unternehmen Chancen in den Nachbarländern. Doch wie ist es mit dem Arbeitsschutz im Ausland? Und wie sind Ihre Mitarbeiter gegen Arbeitsunfälle versichert? Informationen hierzu finden Sie in dem Flyer "Gut beraten ins Ausland – Unfallversicherung und Arbeitsschutz für international tätige Unternehmen" der DGUV.
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Online-Artikel: Mitarbeitergesundheit im Ausland
Die typischen Erkrankungen bei Arbeitsaufenthalten im Ausland gehen meist auf fehlende Schutzmaßnahmen zurück. Viele Unternehmen vernachlässigen die arbeitsmedizinischen Pflichtuntersuchungen, Impfungen und Prophylaxen. Eine Betreuung beruflich Reisender muss aber bereits mit einer adäquaten arbeitsmedizinischen Betreuung im Heimatland beginnen.
Mehr Informationen im Online-Artikel


Download-Checkliste: Beruflicher Einsatz im Ausland
Eine Checkliste der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft VBG hilft Ihnen, Aspekte der Sicherheit und Gesundheit Ihrer Beschäftigten bei längeren beruflichen Auslandsaufenthalten zu planen. Die Checkliste erfragt unter anderem die klimatischen Belastungen und Infektionsgefahren, aber auch organisatorische Aspekte wie Arbeitsschutzvorschriften im Beschäftigungsland, Verhalten im Notfall und die Maßnahmen zum Versicherungsschutz.
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Video 1: Ablauf einer arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung
Am Beispiel eines Patienten wird der Ablauf einer arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung dargestellt. Dazu gibt es weitere Tipps für einen gesunden Aufenthalt im Ausland.
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Video 2: Planung und Organisation von Auslandseinsätzen
Die Personalverantwortliche eines weltweit tätigen Technologieunternehmens erzählt, wie die Auslandseinsätze der Beschäftigen geplant und organisiert werden, von der Interessensbekundung bis zur konkreten Einsatzplanung.
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Video 3: Versicherungsschutz im Ausland
Wichtige Fragen z. B. zum Versicherungsschutz im Ausland, zur versicherten Tätigkeit und zum Verhalten nach einem Unfall werden hier beantwortet. Weiterhin werden die Serviceangebote der VBG vorgestellt.
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Urteil: Versicherungsschutz im Ausland erfordert inländische Beschäftigung!
Das Hessische Landessozialgericht hat entschieden (LSG Hessen, 20.9.2011 - Az: L 3 U 170/07): Eine gesetzliche Unfallversicherung besteht während des Auslandeinsatzes dann nicht, wenn ein Arbeitnehmer für eine Auslandstätigkeit eingestellt und anschließend nicht beim gleichen Arbeitgeber im Inland weiterbeschäftigt wird. Ein Unfall im Ausland wird dann nicht als Arbeitsunfall anerkannt. Dies gilt auch für ehrenamtliche Tätigkeiten.
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