11.10.2018

Arbeiten gegen die innere Uhr

Nacht- oder Schichtarbeit kann die Schlafqualität mindern

(djd). Millionen Deutsche machen die Nacht zum Tag. Nicht etwa, weil sie
ausschweifende Partys feiern - sie leisten wichtige Arbeit etwa als Ärzte,
Pflegepersonal, Polizisten oder Busfahrer. Zu arbeiten, wenn andere schlafen,
hat nicht nur Auswirkungen auf das Sozialleben der Betroffenen. Der
aufgezwungene Fremdrhythmus bringt auch die innere Uhr durcheinander. Denn
"Nachtschichtler" müssen zu einer Zeit aktiv sein, in der der Körper eigentlich
in den Ruhemodus schaltet. Leistungstiefs während der Arbeit werden oft mit
Kaffee bekämpft. Hinzu kommt, dass der auf den Tag verschobene Schlaf weniger
erholsam ist als der Nachtschlaf. Schließlich ist der Organismus in dieser
Phase auf Aktivität programmiert.

Entspannt den Schlummer fördern

"Jede Schicht hat ihre spezifischen Auswirkungen auf den Schlaf", berichteten
Experten aus Schlafforschung und Schlafmedizin anlässlich des bundesweiten Tags
der inneren Balance 2018. Demnach haben bei der Frühschicht viele Menschen
Angst zu verschlafen und richten ihren inneren Blick angespannt die ganze Nacht
auf den Wecker. Das führt zu oberflächlichem und wenig erholsamem Schlaf. Auch
innere Anspannung ist ein Schlafkiller. Synthetische Schlafmittel bieten hier
keine zufriedenstellende Lösung, denn die damit verbundene Abhängigkeitsgefahr
ist groß, und viele Präparate machen auch nach dem Aufwachen noch längere Zeit
benommen. Ein natürliches Arzneimittel wie Neurexan kann dagegen helfen,
entspannter zu werden und leichter in den Schlaf zu finden. Selbst einige
Stunden vor dem Zubettgehen eingenommen, hat das Präparat keine negativen
Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit und Fahrtüchtigkeit.

Frühaufsteher oder Nachtmensch?

Verlorener Schlummer lässt sich nicht nachholen. Zudem ist der Schlaf am Tag
nicht so erquickend wie die entgangene Nachtruhe. Hilfreich kann dagegen das
Ausschlafen am Morgen vor einer Nachtschicht in Kombination mit einem 60- bis
90-minütigen Nickerchen am Nachmittag sein, und die Schläfrigkeit während des
nächtlichen Arbeitens mindern. Damit sinkt auch das Unfallrisiko, das von
Müdigkeit und Unkonzentriertheit herrührt. Weitere Tipps für die Nacht- und
Schichtarbeit finden sich unter www.tag-der-inneren-balance.de. Wer etwa seinen
Chronotyp kennt, kann dies bei der Schichtarbeit berücksichtigen. So weiß man
inzwischen, dass Frühschichten für Spättypen ("Nachteulen") besonders belastend
sind, während Frühtypen ("Lerchen") mit Spätschichten schlecht zurechtkommen.
In jedem Fall sollte auf eine Nachtschichtphase eine möglichst lange Ruhephase
von mindestens 24 Stunden folgen.

AplusA-online.de - Quelle: