18.09.2018

Alarmierende Zahlen bei den tödlichen Unfällen auf Baustellen

"Hinter jedem einzelnen Arbeitsunfall steckt ein persönliches Schicksal,
das zum Teil große Auswirkungen auf den Betrieb sowie das familiäre und soziale Umfeld
der Verunglückten hat. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns alle weiter gemeinsam
für eine sichere, gesunde und nachhaltige Bauwirtschaft einsetzen." Das sagte
Klaus-Richard Bergmann, Hauptgeschäftsführer der BG BAU.

Der langfristige Rückgang der Unfallzahlen hat sich verlangsamt, doch der Trend
bleibt: So geschahen 2017 immerhin 18.476 Arbeitsunfälle weniger als noch vor
zehn Jahren und auch die Unfallquote - also die Unfallzahlen in konjunktur-
bereinigter Sicht - ist weiter rückläufig: Diese Quote ist im Vergleich zum Vorjahr
um 2,98 Prozent auf 53,64 Fälle pro Tausend Personen zurückgegangen. Vor zehn Jahren
lag diese Tausend-Personenquote noch bei 66,60 Fällen. "Gründe für den langfristig
rückläufigen Trend sehen wir im gewachsenen Sicherheitsbewusstsein der Unternehmen
und einer guten Zusammenarbeit zwischen Innungen, Verbänden, Gewerkschaften und
der BG BAU", so Bergmann weiter.

Ein Schwerpunkt im Unfallgeschehen waren 2017 die über 21.000 Sturz- und
Absturzunfälle - auch schon aus geringen Höhen. Insgesamt machte das 20,5
Prozent der Arbeitsunfälle aus. 37,5 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle
hatten Abstürze als Ursache. Dazu Bergmann: "Die Regeln und Vorschriften zum
Schutz gegen Abstürze, wie Seitenschutz, Absperrungen an Arbeitsflächen,
Fanggerüsten und Auffangnetzen müssen konsequent beachtet und umgesetzt
werden."

"Auch künftig werden wir unsere Präventionsmaßnahmen wirksam umsetzen und das
Engagement für unser Präventionsprogramm BAU AUF SICHERHEIT. BAU AUF DICH
weiter stärken. Sicheres Verhalten lohnt sich für jeden Berufstätigen, seine
Familie und seine Kollegen. Und wir werben offensiv für die Betrieblichen
Erklärungen", sagte der Hauptgeschäftsführer. Damit erklären sich die
Beschäftigten und Betriebsleitungen, gemeinsam lebenswichtige Regeln zu
typischen Gefahrenquellen einzuhalten und bei Sicherheitsmängeln STOPP zu
sagen. Weitere Informationen unter www.bau-auf-sicherheit.de

Weiterhin eine große Rolle in der Präventionsarbeit spielt die konsequente
Auswertung von Unfallursachen sowie Initiativen der BG BAU für eine
Präventionsarbeit, die auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten ist. Zahlreiche
präventive Maßnahmen, zum Beispiel gegen Absturz, für sichere Handmaschinen,
zur besseren Ausrüstung von Baumaschinen und Baustellen-Lkw oder zur
Organisation des Arbeitsschutzes unterstützt die BG BAU auch durch ihre
Arbeitsschutzprämien.

Informationen zu den Fördersummen unter www.bgbau.de/praemien. Anfragen unter
der E-Mail: arbeitsschutzpraemien@bgbau.de, Antragsteller erhalten Auskünfte
unter Telefon: 0231 5431-1007.

Basisdaten sowie andere wichtige Zahlen der BG BAU im Jahresbericht 2017 


AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaftder Bauwirtschaft - BG BAU