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A+A 2015: Neuheiten für den Augenschutz im besonderen Blickpunkt – denn jeder hat seinen eigenen Kopf

Für jeden Bedarf gibt es die passende Schutzbrille. Foto: 3M

A+A 2015: Neuheiten für den Augenschutz im besonderen Blickpunkt – denn jeder hat seinen eigenen Kopf

„Facial features“, also die Gesichtszüge, sind bei jedem unterschiedlich. Größe und Form von Kopf, Nase und Augen sowie Position der Ohren variieren von Mensch zu Mensch. Gemeinsam haben viele Berufstätige aber, dass sie bei der Arbeit eine Schutzbrille tragen müssen. Denn eine von fünf Verletzungen im Arbeitsumfeld betrifft die Augen, heißt es etwa bei Dräger, einem Spezialisten für Schutzausrüstungen und Sicherheitslösungen. Augen sind das wichtigste Sinnesorgan des Menschen für seine Orientierung. Der Bruchteil einer Sekunde, ein springender Funke oder ein Splitter können das Leben einschneidend verändern. Dabei lassen sich die Augen leicht schützen. Wie es richtig geht und wie dabei die Anforderungen an den jeweiligen Nutzer optimal berücksichtigt werden können, demonstrieren führende Anbieter im Rahmen der A+A 2015 in Düsseldorf, der mit gut 1.800 Ausstellern international führenden Markt- und Kommunikationsplattform für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (27. – 30. Oktober 2015).

Waren Schutzbrillen ursprünglich ausschließlich zum Schutz vor Licht, Chemikalien, Staub, Funken und Splitter konzipiert, gibt es heute schon Schutzbrillen, die Daten lesen können. Ungeachtet ihres Funktionsumfanges gilt aber vorrangig: Brillen müssen zusätzlich zum Schutz erst einmal praktisch und bequem sein - nicht nur für den Träger, sondern auch für den Arbeitgeber in der Beschaffung. Am besten ist eine Größe für alle, Motto „one size that fits all“. Mit diesem Fokus entwickeln die Spezialisten ihre Modelle und bieten heute eine Bandbreite an Multifunktionsbrillen mit teilweise sehr sportlichem Design. Dabei orientieren sie sich an der Frage, was der Nutzer von einer modernen Schutzbrille erwartet.

Denn neben Schutzfunktion und Passform spielt Komfort vor allem bei längerem Tragen und schweißtreibender Arbeit eine große Rolle. Schließlich dürfen die Brillen, auch wenn man nach unten schaut, nicht von der Nase rutschen. Bei Korrektions- und Sonnenbrillen kann der Kunde zwischen unzähligen Modellen beim Optiker auswählen. Zusätzlich justiert er noch die Bügel und den gesamten Sitz, so dass die Brille weder klemmt noch zu viel Spiel hat.

Die Auswahlkriterien

Genau darin besteht der wesentliche Unterschied zu gesetzlich für viele Tätigkeiten vorgeschriebene Schutzbrillen. Der Fokus liegt primär auf der Funktion, erst sekundär auf Tragekomfort und Aussehen. Die Auswahl ist nicht so umfangreich wie bei modischen Brillen. Beschaffer und Träger wählen nach vier Gesichtspunkten aus:

• Vor welcher Gefahr muss die Brille schützen?
• Eine Passform für viele unterschiedliche Köpfe.
• Wie wirksam und beständig ist die Antibeschlag-Beschichtung?
• Wie widerstandsfähig sind die Linsen/Gläser?

Aus dem Gefährdungsprofil ergibt sich, gegen welche Gefahren der Mitarbeiter geschützt werden muss. Brillen sollen die Augen vor schädlichen Einflüssen wie Licht, Strahlung, Staub, Splittern, Chemikalien oder Regen bewahren. Am häufigsten werden Schutzbrillen genutzt, die vom Gestell her wie normale optische Brillen aufgebaut sind und mittels Bügel über den Ohren fixiert werden. Vollsichtbrillen schließen die Augenpartie mittels eines weichen Dichtmaterials komplett ab, sie werden mit einem Kopfband befestigt. Überbrillen (aber auch andere Modelle) kann man über der Korrektionsbrille tragen. Auch sie werden mittels Kopfband fixiert.

Die Passform

„Der sichere und komfortable Sitz ist entscheidend“, sagt Ron Schilderman von 3M. Denn nur eine gut sitzende Brille wird auch gerne getragen und schützt somit zuverlässig. Das beginnt bei einer weichen, ergonomischen Stirnauflage, so beschreibt es Gerhard Dietl von Uvex. Das geht weiter bei den Bügeln. Hier wird zusehends das amerikanische Modell bevorzugt. Die geraden Versionen verursachen keine Druckstellen und passen auf alle Köpfe, egal wie groß sie sind oder wo die Ohren liegen. 3M beispielsweise hat das „SecureFit“-System mit der so genannten „Temple Pressure Diffusion Technology“ und dem „Wrap around lens design“ entwickelt, damit eine komfortable, druckfreie Passform gewährleistet ist - unabhängig von der Kopfgröße und -form. Die speziellen weichen Bügelenden sorgen für sicheren Sitz ohne zu drücken. Dass die Bügel extrem flach sind wie beispielsweise bei der Dräger Schutzbrille „X-pect 8310“ sorgt für hohen Tragekomfort – vor allem auch in Kombination mit Helm und Gehörschutz.

Für gebogene Bügel gibt es beispielsweise bei Uvex die variable Bügelneigung mit fünf Rasterstufen, die eine individuelle Anpassung und somit eine optimale Abdeckung des Augenraumes ermöglicht. Die Bügel lassen sich aber auch individuell in der Länge verstellen. Über die Bügelflexzone passt sich die Brille breiten und schmalen Köpfen an. „Last but not least“ sollte die Brille für dauerhaften Komfort möglichst leicht sein, weich auf der Nase sitzen und nicht rutschen. Die „super g“ von Uvex wiegt beispielsweise lediglich 18 Gramm. Als Material für die leichten, aber langlebigen Gläser werden in der Regel bruchfeste Polycarbonatscheiben genutzt.

Unterschiedliches Anforderungsprofil, unterschiedliche Formen

So unterschiedlich wie die Branchen, sind auch die Anforderungen und somit die Formen und Details von Brillen. Schmerler zum Beispiel hat sich auf Schweißschutzbrillen spezialisiert. „Diese Art von Brille mit echtem Glas ist äußerst zweckmäßig, weil das Glas kratzbeständig ist“, sagt Geschäftsführer Axel Rühlemann. Der Besucher der A+A 2015 wird sich davon überzeugen können, dass es Schweißschutzbrillen in allen möglichen Versionen gibt: Bügelbrillen, Vollsichtbrille, Schutzschild, Korbbrillen (wie Schwimmbrillen), Schraubringbrillen mit Lederwulstpolstern oder Modelle mit hochklappbaren Schweißschutzgläsern. Auch das französische Unternehmen Bollé Safety bietet Schweißerbrillen mit Mineralglas an. Es filtert 100% UV- sowie IR-Strahlung und 95% des sichtbaren Lichtes. Die Scheiben lassen sich bei beiden Herstellern leicht auswechseln. Das wird in der Branche viel genutzt. Axel Rühlemann: „30% unseres Umsatzes im Schweißschutz machen wir mit Austauschgläsern.“

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Brille mit durchgehendem Glas immer beliebter wird, hat Ron Schilderman (3M) beobachtet. Sie schützt durch ihre abgerundete Form sehr gut und bietet zudem ein großes Sichtfeld. Für Industrie, Forschung und Medizin gibt es sehr unterschiedliche Modelle – natürlich auch mit zwei Gläsern. Ein Beispiel sind metallfreie Brillen, die keinen Strom leiten. Oder Brillen mit absorbierenden Spezialgläsern oder Kunststoffen für Laserarbeiten.

Überkopfarbeiten, die den Arbeitsalltag von Malern, Automechanikern und allen Berufsgruppen an Hebebühnenarbeitsplätzen prägen, verlangen ebenfalls besondere Brillen. Sie verfügen über eine flexible Dichtlippe über den Brauen, um Staub, Späne oder Spritzer von oben abzuhalten. Je nach Typ können sie auch über einer Korrektionsbrille getragen werden.

Von der Schweißer- zur PC-Schutzbrille

Vollsichtbrillen bedeuten Rundumschutz, der die Augen mittels einer flexiblen Weichkomponente, wie es bei Uvex formuliert wird, komplett gegen herumfliegende Partikel abschirmt. Darunter kann immer die persönliche Korrekturbrille getragen werden. Wenn mit Feinstaub, Aerosolen oder Gasen zu rechnen ist, verfügt die Brille nicht über Lüftungsöffnungen. Dafür muss sie aber mit einer besonders wirksamen Antibeschlag-Ausrüstung ausgestattet sein.

Zunehmender Nachfrage erfreuen sich außerdem Brillen, die vor Blaulicht wie es von Bildschirmen und Energiesparlampen ausgestrahlt wird, schützen. „Bei dieser Art von Brille besteht die Herausforderung darin, dass sie das Blaulicht herausfiltert, ansonsten aber farbecht bleibt. „So wandeln sich die Zielgruppen“, sagt Axel Rühlemann (Schmerler). Hat man zunächst vor allem die Schwerindustrie bedient, werden neue Einsatzzwecke wie Computerarbeit, Forschung und Reinraum immer wichtiger.

Für Tätigkeiten im Reinraum, dem Medizin- und Pharmazie-Sektor oder der Lebensmittelindustrie werden Brillen in der Regel zum Produkt- und nicht zum Augenschutz getragen. Es gibt sie als Einweg- oder Mehrweg-Vollsichtbrille, sie werden grundsätzlich steril verpackt geliefert. Die Mehrwegbrillen sind autoklavierbar, d.h. sie können mittels Dampfsterilisation immer wieder aufbereitet werden. Mithilfe von speziellen Belüftungsventilen bzw. Schlitzen wird ein möglichst hoher Luftdurchfluss in der Brille erreicht. Die Ventilsysteme sind zudem indirekt ausgeführt, so dass Partikel oder Hautfette aus dem Augenbereich zurückgehalten werden. Meist latexfreie Kopfbänder und Gelenkscharniere an den Seiten machen das individuelle Einstellen der Brille möglich. Auch hier lassen sich Korrektionsbrillen problemlos darunter tragen.

Helfer mit besonderen Eigenschaften

Neben der Schutzfunktion und der Passform gibt es weitere Eigen-schaften, die eine gute Arbeitsbrille bzw. gute Gläser ausmachen. Die Brillen dürfen nicht beschlagen, auch nicht, wenn es geschlossene Modelle sind. Bei häufigem Wechsel zwischen drinnen und draußen sollen die Träger möglichst ungehindert sehen können. Die Beschichtung hierfür ist auf der Innenseite angebracht.

Außerdem werden Schutzbrillen von außen kratzfest ausgerüstet, um möglichst beständig gegen Chemikalien zu sein und viele Reinigungsprozeduren zu überstehen. Idealerweise verhalten sich die Scheiben antistatisch. Und schließlich können die Gläser so veredelt sein, dass sie über einen selbsttönenden Filter das automatische Abdunkeln und Aufhellen binnen weniger Sekunden bieten.

Um vor UV- und IR-Strahlung sowie gegen Blendung geschützt zu sein, müssen die Brillen ebenfalls beschichtet werden. Wichtig ist, dass die Farbwahrnehmung dabei unverfälscht bleibt. Für Schweißarbeiten ist die Außenseite so behandelt, dass sie extrem kratzfest ist und das Einbrennen von Schweißfunken minimiert. Die Herausforderung bei allen Veredlungsprozessen ist, dass die Beschichtungen möglichst lange halten.

Visionen für die Welt von morgen

Die Brille „von morgen“ sieht anders aus bzw. hat deutlich erweiterte Funktionen. Sie kann über eine Datenlesefunktion als Träger von Informationen dienen. Das verändert die Arbeitsabläufe grundlegend, beispielsweise von Chirurgen oder Maschinenbauern. Mittels dieser Brillen könnten Planungsdaten für Operationen oder Baupläne für Montagearbeiten direkt von den Gläsern abgelesen werden. Konkrete Ideen hat man auch bei Volkswagen in Wolfsburg, wo die datenlesende Brille den Arbeitsalltag im Teilelager revolutionieren soll. Sie soll dort den Handscanner ersetzen, mit dem die Mitarbeiter die Bauteile bislang kommissionieren. Mit der Datenlesebrille hätten die Beschäftigten beide Hände frei zum Anpacken. Über eine Minikamera liest das Gerät die Infoaufkleber und signalisiert auch Fehler, wenn etwa in die falsche Kiste gegriffen wird.

Wichtige Funktion einer Datenbrille könnte zudem sein, dass sich eine Maschine nur in Gang setzen lässt, wenn die Brille korrekt auf der Nase sitzt. Aber allein die Tatsache, dass man mit einer solchen Brille beide Hände frei hat, verspricht bereits deutlich mehr Sicherheit bei der Arbeit.

Termin der A+A 2015: 27. – 30. Oktober (Düsseldorf)

Autoren-Hinweis: Kirsten Rein, freie Fachjournalistin (Frankfurt a. M.)

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