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ILO Konferenz

Internationale Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)

Sichtbar machen: Berufskrankheiten – Anerkennung, Entschädigung und Prävention

Berufskrankheiten sind eine bedeutende menschliche und wirtschaftliche Belastung weltweit. Die geschätzten 2 Millionen Menschen, die an den Folgen einer Berufskrankheit jedes Jahr sterben und die weiteren 160 Millionen nicht-tödlichen Fälle bedeuten nicht nur immenses menschliches Leid sondern auch wirtschaftliche Verluste durch direkte und indirekte Kosten in Höhe von 4% des Welt-Bruttosozialproduktes.

Gute Arbeit wird nur erreicht, wenn diesem Problem begegnet wird. Verbesserungen in den Arbeitsbedingungen haben zu einer Reduktion von Berufskrankheiten in einigen Ländern und Sektoren geführt. Gleichwohl liegen noch viele Herausforderungen vor uns, da in vielen Ländern Berufskrankheiten weiter ansteigen. Es besteht die dringende Notwendigkeit, die Systeme der Prävention, Identifikation, Erfassung und Entschädigung von Berufskrankheiten zu verbessern.

Weltweit führen mehr als die Hälfte aller Länder keine Berufskrankheiten-Statistik und verfügen über geringe Kompetenzen in der Gesundheitsvorsorge (Gesundheitsüberwachung). Die Diagnose von Berufskrankheiten erfordert spezifisches medizinisches Wissen und Erfahrung; die Meldungen der Arbeitgeber erfordern Aufmerksamkeit und Verständnis der Zusammenhänge zwischen den erfassten Risiken und Erkrankungen. Das Erfüllen gesetzlicher Verpflichtungen muss durch eine effektive Arbeitsinspektion gewährleistet werden.

Die zuverlässige Datensammlung der Entschädigungseinrichtungen erfordert Systeme, die die langen Latenzzeiten einiger Erkrankungen berücksichtigen und die Arbeitnehmer in kleinen Unternehmen einschließen. An all diesem mangelt es in den meisten Entwicklungsländern, doch auch in den entwickelten Nationen ist die Fortführung und Weiterentwicklung der Präventionsarbeit bezüglich Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Beschwerden in der Rezession eine Herausforderung. Traditionelle Berufskrankheiten, wie etwa die Pneumokoniose sind immer noch weit verbreitet und andere wie zum Beispiel psychische Erkrankungen und Muskel-Skelett-Beschwerden werden zum Hauptproblem in manchen entwickelten Ländern.

Aufgrund dieser Herausforderungen und der Dynamik des Problems sind multidisziplinäre Anstrengungen erforderlich um der “Unsichtbarkeit” von Berufskrankheiten mit der aktiven Beteiligung der Beschäftigten, der Arbeitgeber, der Regierungen und der Arbeitsschutzfachleute zu begegnen.
Bei der Konferenz werden nationale und internationale Beispiele Guter Praxis ausgetauscht. Sie sind Teil der Anstrengungen , die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Prävention, Identifikation, Erfassung und Entschädigung von Berufskrankheiten zu erhöhen. Die Konferenz zielt auf eine verstärkte Zusammenarbeit von Regierungen, Sozialversicherungen, Arbeitgebern und Arbeitnehmern, der Arbeitsinspektion, der Arbeitsschutzfachleute und deren Organisationen bei der Entwicklungen und Umsetzung nationaler Strategien und Politikansätze zur Prävention von Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Erkrankungen.

Die Internationale Konferenz der ILO findet vom 6.- 7- November in Düsseldorf parallel zur Internationaen Fachmesse mit Kongress A+A 2013 statt. Sie wird in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi), der Messe Düsseldorf, dem Bundesministzerium für Arbeit und Soziales (BMAS), der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS), der Internationalen Vereinigung für Arbeitsinspektion (IALI) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführt.

Programmentwurf zum Download (94.19 KB)
 
 

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