Neue vfdb-Richtlinie über Brandschutzbeauftragte

Notfallmanagement nun Teil des organisierten Brandschutzes. Vereinheitlichung verbessert Ausbildungsniveau

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Ein organisierter Brandschutz gehört für Unternehmen zur Existenzsicherung. Denn ein Brand gefährdet nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten im Betrieb, sondern bringt erhebliche materielle und finanzielle Schäden mit sich. Brandschutzbeauftragte beraten und unterstützen Unternehmen in allen Fragen des vorbeugenden organisatorischen Brandschutzes. Sie sind direkt der Unternehmensleitung unterstellt und sorgen dafür, dass Brandgefährdungen minimiert werden.

Neufassung der vfdb-Richtlinie 12-09/01

Seit Januar 2015 gilt die Neufassung der vfdb-Richtlinie 12-09/01:2014-08 zu „Aufgaben, Qualifikation Ausbildung und Bestellung von Brandschutzbeauftragten“. Dieses Gemeinschaftswerk mehrerer Fachorganisationen löst die bisherigen Veröffentlichungen (BGI/GUV-I 847, VdS 3111 und vfdb 12-09/01:2009-03) ab. Es beschreibt den Stand der Technik und dient dazu, erforderliche Mindeststandards in der Ausbildung von Brandschutzbeauftragten zu gewährleisten.

Notfallmanagement nun Teil des organisierten Brandschutzes

Mit der Neufassung gehört erstmalig auch das Notfallmanagement zu den Aufgaben des Brandschutzbeauftragten. Uwe Wiemann, Brandschutzbeauftragter und Brandschutz-Experte der B•A•D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH, erläutert: „Hier geht es darum, präventive Schutzmaßnahmen etwa für kritische Infrastrukturen zu implementieren. Man denke nur an einen Stromausfall durch Wetterereignisse und seine Folgen für die Kühlung empfindlicher Anlagen. Brandschutzbeauftragte sind in der Pflicht, die betriebliche Brandschutzorganisation sicherzustellen, und so müssen sie in der Konsequenz auch in das Notfallmanagement frühzeitig eingebunden werden – im Notfall ist es oft zu spät.“

Vereinheitlichung verbessert Ausbildungsniveau

Des Weiteren gehört zu den Aufgaben eines Brandschutzbeauftragten, die Brandschutzhelfer möglichst jährlich zu schulen und die Mitarbeiter entsprechend zu unterweisen. Dass jetzt auch Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen Didaktik und Kommunikation zu den Lehrinhalten gehören, begrüßt Wiemann: „Mit der Vereinheitlichung und der neuen Strukturierung der Ausbildungsinhalte verbessert sich das Ausbildungsniveau erheblich. So können die Brandschutzbeauftragten die geforderten Ansprüche an die Qualität ihrer Arbeit gewährleisten. “Ein organisierter Brandschutz gehört für Unternehmen zur Existenzsicherung. Denn ein Brand gefährdet nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten im Betrieb, sondern bringt erhebliche materielle und finanzielle Schäden mit sich. Brandschutzbeauftragte beraten und unterstützen Unternehmen in allen Fragen des vorbeugenden Brandschutzes. Sie sind direkt der Unternehmensleitung unterstellt.