Lärm – voll nervig! - Tag gegen Lärm

27.04.2015

Tag für Tag sind Millionen Arbeitnehmer in Europa Lärm bei der Arbeit und damit verbundenen Gefährdungen ausgesetzt. Lärmbedingter Hörverlust ist die am häufigsten gemeldete Berufskrankheit in der EU. Deshalb wird auch 2015 wieder der „Tag gegen Lärm – International Noise Awareness Day“ stattfinden – am 29. April 2015. Das diesjährige Motto lautet: „Lärm – voll nervig!“.

Am Tag gegen Lärm geht es darum, die Aufmerksamkeit auf die Ursachen von Lärm und seinen Wirkungen zu lenken, mit dem Ziel, die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Die Informationen und Aktionen richten sich an Erwachsene und Kinder sowie fachlich interessierte Kreise und politisch Verantwortliche.

Zum Thema Lärm, dessen Folgen sowie Präventionsmöglichkeiten haben wir im Folgenden einige Infos, Links und Downloads zusammengestellt.

Online-Info: Lärm bei der Arbeit
Tag für Tag sind Millionen Arbeitnehmer in Europa Lärm bei der Arbeit und damit verbundenen Gefährdungen ausgesetzt. Jeder fünfte Arbeitnehmer in Europa muss mindestens bei der Hälfte seiner Äußerungen am Arbeitsplatz laut sprechen, um verstanden zu werden, und 7% leiden infolge ihrer Arbeitstätigkeit an Gehörschäden. Lärmbedingter Hörverlust ist die am häufigsten gemeldete Berufskrankheit in der EU. Die "Noise Section of the European Agency for Safety and Health at Work" (EU-OSHA) hat zu diesem Thema einige Informationen auf ihrer Website zusammengestellt.
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Online-Checkliste: Lärmschutz umsetzen
Auf der Website "hörkomm.de" stellt die DIAS GmbH eine Checkliste zum Thema Lärm zur Verfügung. Sie vermittelt einen Überblick über Schutzmaßnahmen, die entsprechend der unteren bzw. oberen Auslösewerte vom Arbeitgeber einzuleiten sind. Die Checkliste behandelt unter anderem die Themen Unterweisung, Gehörschutz und dessen richtige Verwendung, Vorsorgeuntersuchungen und Lärmschutzmaßnahmen. In den einzelnen Kapiteln finden sich außerdem Download-Links, etwa zu einem "Schulungsprogramm Lärm-Unterweisung", ein "Muster einer Betriebsanweisung" und "Ärztliche Beratung zum Gehörschutz".
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Download: Checkliste Lärm am Arbeitsplatz
Wie groß ist die Lärmbelastung in Ihrem Betrieb? Diese Checkliste hilft Ihnen, dies herauszufinden und die Gefahren besser in den Griff zu bekommen. Anhand der Liste können Sie wichtige Fragen "abhaken", etwa ob eine Risikobeurteilung durchgeführt wurde, ob die Beschäftigten angemessen über Gefährdungen informiert wurden und welche Maßnahmen gegen eine Lärmbelastung getroffen wurden. Am Ende der Checkliste können Sie notwendige Maßnahmen in eine Tabelle eintragen, inklusive Termin und beauftragter Person.
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Online-Lernmodul: Lärmschutz
Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BGETEM) stellt auf ihrer Website ein interaktives Online-Lernmodul zum Thema Lärmschutz zur Verfügung. In dem WBT-Modul geht es unter anderem um die Themen Lärmschäden, Schutzmaßnahmen und Richtiges Verhalten bei Lärmeinwirkung. Die Lerndauer beträgt etwa 20 Minuten, anschließend können Sie einen Testbogen mit 15 Fragen ausfüllen.
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Online-Artikel: Lärmstress und Arbeitsleistung
Regine Rundnagel hat auf ergo online einen Artikel zum Thema "Lärmstress und Arbeitsleistung" veröffentlicht. Darin führt sie aus, dass Lärm im Büro zu Stresszuständen, steigenden Fehlerraten und verlängert Bearbeitungszeiten führt. In Gruppen- und Großraumbüros wird Lärm mittlerweile als einer der zentralen Stressfaktoren benannt. Der Artikel beschäftigt sich mit der Auswirkung von Lärm auf die Arbeitsleistung und benennt unter anderem Einflussfaktoren, Lärmrichtwerte sowie Maßnahmen zu Lärmminderung. Am Ende finden sich Links und Downloads zu weiterführender Literatur.
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Online-Artikel: Rechtliche Vorgaben zum Lärm am Arbeitsplatz
Um den negativen Auswirkungen des Lärms an Arbeitsplätzen zu begegnen und die Beschäftigten vor unnötig hohen Belastungen zu schützen, erließen die Unfallversicherungsträger und staatliche Stellen ab Mitte der 1970er-Jahre verschiedene Vorschriften zum Lärmschutz an Arbeitsplätzen. Bedeutsam sind vor allem die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV – Verordnung über Arbeitsstätten) und die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV) in Verbindung mit den Technischen Regeln zur Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (TRLV Lärm). Auf der Website des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) können Sie einiges über diese rechtlichen Vorgaben nachlesen.
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Online-Artikel: Die Lärmschutzverordnung - einfach erklärt
In vielen Betrieben geht es laut zu. Teilweise so laut, dass Gehörschäden durch Lärm drohen. Der Gesetzgeber hat das Ziel, die Arbeitgeber vor gesundheitsschädlichem Lärm zu schützen. Wenn Lärmvermeidung nicht möglich ist und der Arbeitsplatz lärmbelastet ist, so hat der Arbeitgeber Grenzwerte zu beachten. Die Lärmschutzverordnung regelt, wieviel Lärm Menschen bei der Arbeit ertragen dürfen. Ein Artikel auf der Website "SonicShop" erklärt die Verordnung in verständlichen Worten. Es geht unter anderem um Auslösewerte, Lärmexpositionspegel, Spitzenschalldruckpegel und Maßnahmen gegen Lärm.
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Online-Artikel: Lärm in Großraumbüros
Bürolärm ist keine Lappalie: Gespräche, Telefonate und Tastaturgeklapper mindern die Leistungsfähigkeit um bis zu zehn Prozent. Außerdem stresst die dauernde Geräuschkulisse und kann Gesundheitsschäden anrichten. Mediziner und Wissenschaftler halten die Schallpegel an manchen Arbeitsplätzen für bedenklich. Seit Großraumbüros in Unternehmen immer beliebter werden, wächst das Problem. "Ich halte die Höhe des Schadens und den Grad der Belästigung für unterschätzt", sagt der Mediziner und Psychologe Markus Meis, der für das Hörzentrum der Universität Oldenburg forscht, in einem Artikel auf Spiegel Online.
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Video: Mir passiert schon nixx
"Mir passiert schon nixx!" ist ein Filmprojekt der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM), das sich an Auszubildende und junge Beschäftigte richtet. Darin werden spezielle Aspekte der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz behandelt. Das Video zeigt unter anderem, dass auch vermeintlich angenehme Geräusche, z. B. laute Musik in Diskotheken, zu nicht heilbaren Hörschäden führen können.
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Download: Berufskrankheit Lärmschwerhörigkeit
Unter den arbeitsmedizinischen Berufskrankheitenexperten gibt es immer wieder Diskussionen über die Frage, welche Berufskrankheit die wichtigste, häufigste oder bedeutendste sei. Eine konkludente Antwort lässt sich, wenn überhaupt, nur bei Angabe genauer Paradigmen für die Wertung angeben. Jedenfalls gehört die berufsbedingte Lärmschwerhörigkeit (BK Lärm) zu den „führenden“ Berufskrankheiten. In seinem Artikel geht Mediziner Paul-J. Jansing näher auf statistische und epidemiologische Daten und Berufskrankheitenverfahren ein und zieht Schlussfolgerungen für die betriebsärztliche Praxis.
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Lärm am Arbeitsplatz / Auswahl der geeigneten Schallmesser
Messtechnik ist ein wesentlicher Bereich der Firma PCE Deutschland GmbH. Ein Artikel auf ihrer Website erklärt Wesentliches zu vorschriftsmäßigen Messungen von Lärmpegeln, Beurteilungszeiträumen, Lärmmessgeräten und personenbezogene Messungen. Außerdem erfahren Sie, welche Schallmesser der Klasse 1 und 2 für welche Messungen geeignet sind – auch für gerichtsverwertbare Lärmmessungen.
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Download: Software zur Auswahl von Gehörschützern
Diese Software zur Auswahl von Gehörschützern wird erstellt und gepflegt vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA). Auf der Basis gemessener Lärmpegel und der allgemeinen Situation am Arbeitsplatz empfiehlt das Programm geeignete Gehörschützer. Die Anforderungen der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung werden dabei berücksichtigt. Die Ergebnisse lassen sich nach Gehörschutzart, Bezeichnung oder Hersteller sortieren. Das Gehörschützer-Auswahlprogramm (8,9 MB) steht als selbst entpackende EXE-Datei zur Verfügung.
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Aktions-Website: Tag gegen Lärm
In Deutschland ist der "Tag gen Lärm" eine Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA) in Kooperation mit dem Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD) sowie den DEGA-Fachausschüssen "Lärm: Wirkungen und Schutz" und "Hörakustik". Am "Tag gegen Lärm" geht es darum, die Aufmerksamkeit auf die Ursachen von Lärm und seinen Wirkungen zu lenken, mit dem Ziel die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Die Informationen und Aktionen am "Tag gegen Lärm" richten sich an Erwachsene und Kinder sowie fachlich interessierte Kreise und politisch Verantwortliche.
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