Gewalt und Raubüberfälle während der Arbeit - Prävention und Nachsorge

Der Begriff "Gewalt" ist vielschichtig. Für den Arbeitsschutz bietet sich die Definition der International Labour Organization an: Gewalt am Arbeitsplatz ist "jede Handlung, Begebenheit oder von angemessenem Benehmen abweichendes Verhalten, wodurch eine Person im Verlauf oder in direkter Folge ihrer Arbeit schwer beleidigt, bedroht, verletzt, verwundet wird."

Gewalt kann durch Kunden oder Besucher verursacht werden, aber auch von Kollegen, Vorgesetzten oder Mitarbeitern. Wie steht es um die Risiken im eigenen Unternehmen? Wie können Unternehmen das Risiko beurteilen? Wie die Beschäftigten schulen? Und was kann man tun, wenn man Opfer einer Gewalttat geworden ist?

Antworten auf diese Fragen bieten die Beiträge, die wir unten zusammengestellt haben. Sie finden darin Broschüren, Gefährdungsbeurteilungen, Checklisten und Handlungsanweisungen, außerdem Hinweise zu Prävention und Rehabilitation sowie viele weitere Tipps und Infos.

Definition: Gewalt am Arbeitsplatz
Der Begriff "Gewalt" ist vielschichtig. Für den Arbeitsschutz bietet sich die Definition der International Labour Organization (ILO) an. Sie beschreibt Gewalt am Arbeitsplatz als "jede Handlung, Begebenheit oder von angemessenem Benehmen abweichendes Verhalten, wodurch eine Person im Verlauf oder in direkter Folge ihrer Arbeit schwer beleidigt, bedroht, verletzt, verwundet wird." Zu unterscheiden ist zwischen externer Gewalt, verursacht durch Kunden oder Besucher, und interner Gewalt, die von Kollegen, Vorgesetzten oder Mitarbeitern ausgeht. Mehr Infos zur Definition von Gewalt finden Sie auf der Website der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV.
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Download-Checkliste: Gewalt am Arbeitsplatz
Die Beschäftigten in öffentlichen Verwaltungen sind zunehmend einer steigenden Zahl von Übergriffen und Bedrohungen durch Kunden ausgesetzt. Sie reichen von einfachen Beschimpfungen bis hin zu Gewaltszenarien, die das Eingreifen der Polizei erfordern. Wie gut ist Ihr Unternehmen auf Gewalt am Arbeitsplatz vorbereitet? Je häufiger und ernstzunehmender das Auftreten von Gewalt im Unternehmen wird, desto wichtiger ist es, schon im Vorfeld Vorkehrungen zur Gewaltprävention zu treffen. Die Unfallkasse NRW stellt dazu auf ihrer Website Informationen und Downloads zur Verfügung.
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Video: Raubüberfälle im Einzelhandel
Ein Video, zur Verfügung gestellt von der Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW), beschäftigt sich mit dem Thema "Raubüberfälle im Einzelhandel". Präventionsleiter Dr. Stefan Hussy erklärt unter anderem, wie man sich bei einem Raubüberfall verhalten sollte, wie man Geldtransport sicherer organisieren kann, und welche Rehabilitations-Maßnahmen die Berufsgenossenschaft nach einem solchen Vorfall anbietet.
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Download-Broschüre: Sicherheits-Check zu Raubüberfällen
Ebenfalls von der BGHW: Ein Sicherheits-Check zu Raubüberfällen im Einzelhandel. Die Handlungshilfe unterstützt Unternehmen bei der Wahrnehmung Ihrer Verpflichtung zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung und zur Prävention von Raubüberfällen. Dabei geht es unter anderem um die Beurteilung der Gefährdungen hinsichtlich des Gesundheitsrisikos und die Durchführung von Präventionsmaßnahmen. Ein Tipp: Beziehen Sie dabei die Beschäftigten und – soweit vorhanden – den Betriebsrat und die Sicherheitsbeauftragten mit ein, denn so wecken Sie Verständnis für sicherheitsbewusstes Verhalten.
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Online-Artikel: Prävention und Nachsorge von Raubüberfällen
Weitere Infos zum Thema "Raubüberfälle im Einzelhandel" bietet die Ausgabe 04.2012 der Schriften-Reihe "BGHW-Kompakt". Unter dem Titel "Prävention und Nachsorge von Raubüberfällen" finden Sie hier Infos, Tipps und Links unter anderem zu Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisungen und Verhaltensregeln. Wichtigste Regel: Geldbearbeitung niemals in der Öffentlichkeit durchführen!
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Download: Traumatisiert – Psychologische Hilfe nach Raubüberfällen
Die BGHW informiert in der Ausgabe 2/2011 (PDF, 28 Seiten) des Mitteilungsblattes "BGHW aktuell" schwerpunktmäßig über das Thema "Psychologische Hilfe nach Raubüberfällen". Ein Raubüberfall stellt für jeden Betroffenen einen tiefen Einschnitt in sein Leben dar. Auch wenn häufig keine körperlichen Verletzungen bleiben, so sind die seelischen Wunden oft umso tiefer. Das "BGHW aktuell"-Schwerpunktthema zeigt auch, welche Hilfe die BGHW für Opfer solcher traumatischen Erlebnisse anbietet.
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Online-Artikel: Sie wollten mich töten
Das Magazin für Arbeitssicherheit der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN), "Akzente", berichtet in Ausgabe 2/2010 über das Schicksal von Bianca Scholz. Sie war 29 Jahre alt, als zwei Jugendliche sie auf dem Nachhauseweg von der Arbeit vor ihrer Arbeitsstelle überfielen und niederstachen. Seitdem ist sie vom Hals abwärts gelähmt und auf Hilfe rund um die Uhr angewiesen. Dennoch hat sie ihr Leben selbstbestimmt im Griff und kann ihm viel Positives abgewinnen.
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Download-Artikel: Wenn die Seele verletzt ist
In "report", der Zeitschrift für Backbetriebe der BGN, finden Sie in der Ausgabe 3.12 auf Seite 9 den Artikel "Wenn die Seele verletzt ist". Darin wird beschrieben, wie die BGN bei psychischen Problemen nach Unfällen oder Überfallen hilft. BGN-Rehamanager Thorsten Fehrens: "Ganz wichtig ist in solchen Fällen, dass diese Menschen schnell psychotherapeutische Hilfe bekommen. Je schneller ihnen professionell geholfen wird, desto geringer ist der Leidensdruck und desto geringer ist die Gefahr, dass sich das psychische Leiden verfestigt.“ Er rät: "Eine Gewalttat sollte uns umgehend gemeldet werden."
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Download-Information: Gewalt- und Extremereignisse am Arbeitsplatz
Eine Arbeits-Sicherheits-Informationen (ASI) der BGN beschäftigt sich ebenfalls mit den Folgen von Gewalt- und Extremereignissen. So können seelische Probleme wie Angstzustände und Schlafstörungen auftreten. Das kann zu vorübergehenden oder sogar zu dauerhaften Gesundheitsschäden führen. Daraus resultierende Ausfallzeiten sind auch betriebswirtschaftlich nachteilig. Die ASI bietet Hilfestellung zur Minimierung dieser Folgen und gibt dem Leser Hinweise zur Vorbeugung von Raubüberfällen und Gewalt.
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Seminar: Gewalt, Übergriffe und psychische Traumatisierung
Im Seminarangebot der BGN findet sich auch eines zum Thema "Gewalt, Übergriffe und psychische Traumatisierung: Mehr Sicherheit durch Handlungskompetenz in Krisensituationen" für Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter. Das Seminarziel: Die richtige Aktion oder Reaktion in Krisensituationen zu lernen und zu trainieren. Das Wissen über die eigenen rechtlichen Möglichkeiten und der richtige Umgang mit sensiblen Situationen sollen im Ernstfall Handlungskompetenz und Sicherheit verleihen.
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Download-Broschüre: Spielstätten – sicher und erfolgreich
Einen Branchenleitfaden mit Tipps und Handlungshilfen für Spielstätten hat die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) herausgegeben. Die ehemalige BGI 5016 beschreibt, wie erfolgreiche Spielstätten alle vorhandenen Ressourcen optimal ausnutzen, um Risiken frühzeitig auszuloten und die Arbeit sicher zu gestalten. Sicherheit, Gesundheit und Qualität sind in diesen Unternehmen Kriterien für Erfolg. In der Broschüre finden Sie Informationen und Praxishilfen für eine sichere Gestaltung und Organisation ihrer Spielstätte.
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Download-Broschüre: Arbeiten in Spielstätten
Eine weitere Broschüre der VBG gibt Beschäftigten in Spielstätten wichtige Hinweise und Tipps zur Arbeit in Spielstätten. Die Themen: "Guter Umgang mit dem Kunden", "Der schwierige Kunde", "Der Umgang mit Bargeld" und "Überfall – wie verhalten?". Wichtige Grundregeln: Wenn Sie freundlich mit Ihren Kunden umgehen, werden Sie weniger Stress haben. Ihr Ziel sollte es immer sein, Konflikte im Keim zu ersticken. Gehen Sie mit dem Bargeld besonders sorgfältig um. Bei einem Überfall bleiben Sie zumindest äußerlich ruhig, verbindlich und selbstsicher.
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