Auf den Hund gekommen

Haustiere am Arbeitsplatz? Umfrage zeigt gespaltete Meinungen

Bild-Quelle: obs/monster.de

Vierbeiner im Büro sind in Österreich beliebt – Studien zeigen: Mitgebrachte Haustiere können das Arbeitsklima verbessern. Doch was zu Hause als Bereicherung erscheint, spaltet am Arbeitsplatz die Gemüter. In einer Umfrage unter deutschen Monster Nutzern geben 35 Prozent an, dass sich Haustiere, wie z.B. Hunde, in der Arbeit sehr positiv auf das Umfeld auswirken. 34 Prozent sind hier ganz anderer Meinung und gehen sogar von einem sehr negativen Effekt aus. In Österreich hingegen ist die Mehrzahl der Befragten, 52 Prozent, von einer sehr positiven Auswirkung überzeugt.


Deutschland, Land der Haustiere?

Die Zahlen sprechen für sich: 28 Millionen Haustiere lebten 2013 in Haushalten der Bundesrepublik, den davon größten Anteil machten Katzen mit 11,5 Millionen aus, gefolgt von Hunden mit 6,9 Millionen. Doch was zu Hause als Bereicherung erscheint, spaltet am Arbeitsplatz die Gemüter. In einer Umfrage unter deutschen Monster Nutzern geben 35 Prozent an, dass sich Haustiere, wie z.B. Hunde, in der Arbeit sehr positiv auf das Umfeld auswirken. 34 Prozent sind hier ganz anderer Meinung und gehen sogar von einem sehr negativen Effekt aus. In Österreich hingegen ist die Mehrzahl der Befragten, 52 Prozent, von einer sehr positiven Auswirkung überzeugt.


Gesund durch Hund?

Eine Untersuchung der Virginia Commonwealth University zeigt einen Rückgang des Stresslevels bei Mitarbeitern, die ihren Hund mit zur Arbeit bringen. Bei Mitarbeitern, die keinen Hund besaßen oder ihn nicht mitgebracht hatten, lässt sich dahingegen ein Anstieg des Stresslevels erkennen. Im Allgemeinen resultierte die Anwesenheit eines Hundes in einer überwiegend positiven Resonanz. So berichten Teilnehmer der Studie von einer besseren Zusammenarbeit und weniger Stress im Büro.

„Hunde am Arbeitsplatz bringen nicht nur Vorteile für Arbeitnehmer, sondern auch für Arbeitgeber. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Hunde das Stresslevel im Büro deutlich senken“, stimmt Markus Beyer vom Bundesverband Bürohund zu. „Körperlich und psychisch gesunde Mitarbeiter sind produktiver und weniger anfällig für beispielsweise Burn-Outs oder dessen psychosomatische Vorläufer. Arbeitgeber können sich so über höhere Erträge mit gleichzeitiger Kostensenkung freuen, positive Effekte auf die Mitarbeiterbindung nicht zu vergessen“, ergänzt Markus Beyer. Der Bundesverband Bürohund widmet sich seit diesem Jahr dem Thema und klärt über die richtige Einbindung der vierbeinigen Teammitglieder auf.


Die Ergebnisse im Überblick:

Wie wirken sich Haustiere, z.B. Hunde, am Arbeitsplatz auf das Arbeitsumfeld aus?

Deutschland:
Sehr positiv 35%
Eher positiv 15%
Weder positiv noch negativ 3%
Eher negativ 13%
Sehr negativ 34%

Österreich:
Sehr positiv 52%
Eher positiv 21%
Weder positiv noch negativ 7%
Eher negativ 14%
Sehr negativ 6%


Praktische Hinweise für Tiere am Arbeitsplatz

Rechte: In Deutschland und Österreich besteht kein rechtlicher Anspruch, Haustiere mit an den Arbeitsplatz zu bringen. Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf entschied eindeutig: Dem Arbeitgeber, als Herr des Hauses, steht es frei, das Mitbringen von Hunden zu erlauben oder zu untersagen. Solange das Mitbringen von Hunden nicht arbeitsvertraglich zugesichert ist, ist der Chef an keine Zusage gebunden – selbst wenn er das Mitbringen von Hunden jahrelang geduldet hat. Hiervon ausgenommen sind zum Beispiel Blindenhunde.

Klärungsbedarf: Sprechen Sie mit Kollegen und Vorgesetzten, bevor Sie Bello & Co. mitbringen und informieren Sie sich, ob vielleicht einer der Mitarbeiter unter einer Tierhaarallergie leidet. So beziehen Sie das Team mit ein, nehmen Konflikten den Wind aus den Segeln und schaffen eine positive Grundstimmung – auch für Ihren Vierbeiner.

Umgebung: Wichtig ist, dass sich Ihr tierischer Freund im Büro wohlfühlt und nicht Stunden unter den Schreibtisch gezwängt verharren muss.

Deshalb sollten Sie folgende Checkliste prüfen:
- Ist die Geräuschkulisse an Ihrem Arbeitsplatz auch für Terrier, Pudel und Beagle erträglich?
- Gibt es einen geeigneten Rückzugsraum?
- Liegen penetrante Gerüche in der Luft, die der feinen Schnauze schaden könnten?
- Gibt es Freilauf-Möglichkeiten, bzw. sind Spaziergänge in der Umgebung möglich?

Die Suche nach Gleichgesinnten: Die Ergebnisse zeigen, dass eine beinahe genauso große Anzahl der Befragten in Deutschland Hunde am Arbeitsplatz befürwortet wie ablehnt. Deshalb ist es wichtig, einen Arbeitsplatz mit Vorgesetzten und Kollegen zu finden, die eine gleiche Einstellung zum Thema teilen.


Methode der Monster Umfrage

760 Arbeitnehmer aus Deutschland und 227 Arbeitnehmer aus Österreich haben vom 20. Oktober 2014 bis zum 2. November 2014 an der Online-Umfrage teilgenommen. Bei der Auswertung wurde nur eine Stimme pro User berücksichtigt. Das Karriereportal Monster führt in regelmäßigen Abständen Befragungen auf lokalen und globalen Webseiten des Unternehmens zu Themen rund um Arbeitsplatz und Karriere durch. Diese Befragungen sind nicht repräsentativ, sondern spiegeln die Meinung der Nutzer von Monster wider.